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Es gibt 108 Beiträge von Olli

Emil und die Detektive

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Emil packt an!

28.10.2026

Eigentlich wollte ich mir einen ganz anderen Film ansehen. Aber die "Rentnervorstellung" um 14 Uhr fand, warum auch immer, nicht statt. Ich wollte nun aber den Weg ins Kino nicht umsonst auf mich genommen haben. So fand ich mich bald statt mit Rentnern, umringt von Kindern, Jugendlichen und einigen Eltern, im Kinosaal bei Emil und die Detektive wieder. Die Herbstferien machen's möglich!
Was mich zunächst verblüfft hat, Emil und seine Mutter leben in Bernburg (Sachsen-Anhalt). Vor über 25 Jahren habe ich mich vor der Fertigstellung der Autobahn A 14 oft mit dem PKW durch die Stadt gequält: Stau, Stau Stau... Ergebnis heute: Ich habe nichts wieder erkannt! Dafür war mir aber Erich Kästners Geschichte "Emil und die Detektive" in groben Zügen geläufig. Die Transformation des Inhalt in die heutige Zeit war nicht ganz so einfach. Die Dinge ändern sich halt und können dann nicht mehr 1 zu 1 neu gestaltet werden. Habe auch nicht alle (Jugend-) Dialoge unbedingt verstanden. Da klafft eben eine Alterslücke, das ist nicht abzustreiten. Aber letztlich konnte, wie im Original, der Gauner Max Grundeis durch das tolle Zusammenwirken der jungen Detektive dingfest gemacht worden! Alle freuten sich, nicht nur die Polizei!

Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte

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Alles fließt seinem Ende zu....

20.10.2026

In Schlöndorffs "Heimsuchung" waren die Handlungen aus meiner Sicht immer auf das Zuende-Gehen ausgerichtet. Jedenfalls war das meine Erwartungshaltung. Alles was ist, fließt unweigerlich auf sein Ende zu, wie auch immer dieses aussehen wird. Und irgendwann taucht wieder etwas Neues auf, das aber dem gleichen Prinzip unterliegt.
Der Film folgte dem gleichen Prinzip wie "In die Sonne schauen": Eine Geschichte über rund 100 Jahre auf einem Grundstück (in Ostdeutschland) . Schlöndorffs Erzählstrang war für mich aber besser geordnet und die Zeitläufte für mich besser nachzuverfolgen als bei der Geschichte auf dem Altmarkhof von Mascha Schilinski.
Mir kam es vor, als ob hier Schlöndorff seine eigenes Lebenszeit künstlerisch verarbeitet, also irgendwie ein Gesamtkunstwerk über seine Lebenserfahrungen erstellt hat.

Alte Liebe

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Wie immer: Toller Film von Andreas Dresen

11.10.2026

Wieder ein Meisterwerk von Regisseur Andreas Dresen! Ich gebe zu, dass ich bei ihm reichlich voreingenommen bin. Bin aber immer wieder beeindruckt von seinen Filmen: Eigentlich geht es inhaltlich nur um die (dritte) Hochzeit der gemeinsamen Tochter von Lore und Harry und alles was zwischen den beiden da im Vorfeld so rings herum passiert. Dagmar Manzel und Joachim Król spielen die beiden und ihr Leben nach 40 Jahre Ehe hervorragend. Der zugrunde liegende Roman von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder spielt in den alten Bundesländern. Die Verlegung der Handlung in die neuen Bundesländer (irgendwo nördlich von Berlin) ist ein kleiner aber gelungener Trick: Einige DDR- bzw. Ost-West-Spitzen lockern inhaltlich auf. Obwohl nichts dramatisches passiert, trägt das Spiel von Dagmar Manzel und Joachim Król die gesamten 110 Minuten.
Der Schluss ist dann überraschend. So ist es dann oft im Leben (Mehr wird nicht verraten).

Vaterland

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Deutschen Gesellschaft am Scheideweg...

09.09.2026

Es ist interessant, dass sich ein polnischer Regisseur, Pawel Pawlikowski, am Beispiel des Besuchs der Manns in Frankfurt und Weimar mit der tiefen Spaltung der deutschen Gesellschaft nach dem Krieg beschäftigt. Der Blickwinkel seiner "Vogelperspektive" ist auch für uns hilfreich. Die Neuerfindung von Persönlichkeiten und gesellschaftlicher Strukturen sowie der unterschiedliche Umgang mit den teils verheerenden Altlasten in der Nachkriegszeit wird überzeugend vermittelt.

Spaziergang nach Syrakus

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Die Zeiten ändern sich, aber das Leben bleibt eine Herausforderung

28.08.2026

Der Rostocker Paul Gompitz hatte zu DDR-Zeiten einen Spleen: Er wollte unbedingt nach Sizilien reisen, was damals unmöglich war. Ich finde es gut, wenn Menschen eine "Macke" haben, die sie unbedingt verfolgen bzw. umsetzen wollen. Paul hat tatsächlich das Unmögliche möglich gemacht. Der Film zeigt aber auch, dass nach Realisierung des Wunschtraums, die persönliche Welt nicht automatisch wunderbar und heil ist.

Der Film hat die Verhältnisse in der DDR aus meiner Sicht gut wiedergegeben. Er zeigt aber auch, dass die persönlichen Herausforderungen mit einem hohen Maß an Freiheit - im Falle des Films mit dem Fall der Mauer - sich nicht automatisch in Luft auflösen. Verantwortung für das eigene Leben und für das Umfeld sind mehr denn je gefragt.

Der Buchspazierer

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Leicht surreal

19.08.2026

Büchernerds sind in der Regel etwas schrullig. Das werden meine Bekannten sicherlich bestätigen, wenn man sie bezüglich meiner Beziehung zu Büchern und meinen in diesem Zusammenhang stehenden Verhaltensweisen befragt. Der Film "Der Buchspazierer" bestätigt diese Vermutung. Zahlreiche verschrobene aber auf ihre Weise durchaus sympathische Typen werden im Film vorgestellt. Das Umfeld des Films wirkt positiv ausgedrückt teilweise märchenhaft, realistisch betrachtet, ist da viel Kitsch. Es wird dann viel auf die Tränendrüsen gedrückt. Aber wie gesagt: Es geht um Menschen und ihre Beziehungen zu Büchern. Das ist manchmal eben etwas surreal.

Der Klang der Stradivari

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Mir war langweilig

13.08.2026

Es ist gut, wenn Meschen, die über (sehr) viel Geld verfügen, damit positive Dinge bewirken. Im Falle des Films "Der Klang der Stradivari" war es ein Kunstprojekt, das über eine Firmenstiftung finanziert werden sollte. Mit großem finanziellen Aufwand sollte erstmals ein Quartett, bestehend aus Spitzenkünstlern mit vier Stradivari, ein Konzert aufführen. Das Ziel war von Anfang an klar. Es gab immer wieder Herausforderungen, die aber alle irgendwie lösbar waren. Einigermaßen interessant wurde es, als der Komponist Charlie Beaumont sein vor 25 Jahren komponiertes Stück, das jetzt erstmals zur Aufführung kommen sollte, nun selbst nicht mehr für geeignet hielt. Aber, wie erwartet, gab es zum Schluss das große Konzert.

Ich fand den Film einfach etwas langweilig. Die Lösungen der meisten "Probleme" waren unspektakulär und vorhersehbar.

Die Odyssee

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Ich habe es geahnt: Odysseus war Amerikaner

21.07.2026

Der Film war gewaltig: gigantische Filmszenen, unterlegt mit eindringlicher Filmmusik. Große Bilder, großes Kino. Neben den gewaltigen Heldentaten gab es auch immer wieder emotionale Moralhinweise.

Ich wusste ja worauf ich mich einlasse. Habe selten im Vorfeld und nach dem Anlaufen eines Films soviel Beiträge in den Medien vorgefunden und gelesen. Um meine Neugierde zu befriedigen, war es also ein "Muss" für mich, den Film anzusehen. Ich will den Film nicht schlecht schreiben. Es hängt natürlich immer auch vom Betrachter ab, welche Art von Filmen er sich gern ansieht. Das war eben großes Hollywood.

Etwas ganz Besonderes

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Familienrealität versus Scheinwelt des Marketings

15.07.2026

In Thüringen habe ich das Licht der Welt erblickt. Die Stadt Greiz, in der der Film spielt, kenne ich allerdings bis heute nur vom Hörensagen. Im Film habe ich nicht nur etwas über die Stadt erfahren, sondern auch eine gut inszenierte Geschichte über das Zusammenleben von Menschen in unserem Land erleben können. Frau Trobisch hat die zerrütte Familiengeschichte in ihrer ganzen Dramatik dargestellt. Das hat eigentlich zunächst nichts mit Ost oder West zu tun.

Nachdem der Vater die 16jährige Tochter Lea für eine Castingshow angemeldet hat, lernen Lea und die Familie die marketinggeprägte Showwelt kennen. Im Gegensatz zum Leben in der Thüringer Kleinstadt eröffnet sich hier eine Scheinwelt, die das reale Leben überstrahlt. Es zeigt sich aber bald, dass Show und Glimmer die realen Probleme bzw. Konflikte im wirklichen Leben nicht lösen können.

The Piano Tuner

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Schönes Kinoerlebnis

12.07.2026

Hauptgrund, den Film anzuschauen, war für mich zum einen ein großer Beitrag in der Rheinischen Post, der mich neugierig gemacht hat. Zum anderen wollte ich gern noch einmal Dustin Hoffman in einem Kinofilm erleben. Er begleitet ja mein ganzes cineastisches Dasein. Der Film ist auf jeden Fall sehenswert. Havana Rose Liu hat mich alten Kinogänger, bewusst oder unbewusst, einfach um den Finger gewickelt.

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