Backrooms

LIMINAL SPACES: GRENZERFAHRUNGEN

Filmreihe 4.11. – 27.12. im Filmmuseum Düsseldorf

Der Begriff „Liminal Space“ ist spätestens mit dem weltweiten Erfolg des Horror­films BACKROOMS (2026) in aller Munde. Er beschreibt Durchgangsorte wie Bahnhöfe, Treppenhäuser oder leere Gänge, die nicht zum Verweilen gedacht sind und häufig menschenleer und unwirklich dargestellt werden, um bei den Betrachtenden ein Unwohlsein auszulösen. Dabei ist der dem Konzept zugrundeliegende Begriff der Liminalität (von lateinisch limen = Grenze) viel älter, als der gegenwärtige Hype vermuten lässt. Neben seiner räumlichen Deutung wird der Begriff besonders auch in der Ethnologie verwendet. Arnold von Gennep und Victor Turner prägten ihn zu unterschiedlichen Zeiten und beschrieben damit je­weils Übergangsriten verschiedener Kulturen. Ab den 1960er Jahren fand der Begriff eine Vielzahl neuer Anwendungen, beispielsweise auch für die Transition von Körpern und Geschlecht. Übernatürliche Wesen, die die Grenzen unserer Welt hinter sich lassen und in einem „Dazwischen“ existieren, wurden darüber hinaus auch mit dem Begriff der Liminalität beschrieben. Die Anwendung auf unwirkliche Orte fand in der Populärkultur erst in den letzten Jahren statt. Es entstanden große Internetgemeinschaften, die Fotos und Videos von leeren Alltags­orten mit eigenen Geschichten versahen und sie zum Teil mit umfangreich ausgearbeiteten, eigenständigen Historien unterfütterten. Auch BACKROOMS begann als Serie auf YouTube und erreichte dort Millionen von Zuschauer*innen.

In der Filmreihe „Liminal Spaces: Grenzerfahrungen“ sind aktuelle und ältere Filme zu sehen, die sich auf verschiedene Art und Weise mit Liminalität und Limi­nal Spaces befassen. 

Die Reihe im Überblick:

Mi. 04. Nov. 20:00 Uhr
BACKROOMS
USA 2026 · 127 min (Extended Version) · OmU · digitalDCP · FSK 16 · R: Kane Parsons · B: Roberto Patino, Will Soodik · K: Jeremy Cox · D: Chiwetel Ejiofor, Renate Reinsve, Mark Duplass, Finn Bennett, Lukita Maxwell u. a.

Fr. 13. Nov. 18:30 Uhr
WE NEED TO TALK ABOUT KEVIN
GB·USA 2011 · 112 min · OmU · 35 mm · FSK 16· R: Lynne Ramsay · B: Lynne Ramsay, Rory Stewart Kinnear, nach einer Vorlage von Lionel Shriver · K: Seamus McGarvey · D: Tilda Swinton, John C. Reilly, Ezra Miller, Jasper Newell u. a.

Mi. 18. Nov. 20:00 Uhr | Mi. 25. Nov. 20:00 Uhr
HACHIBAN DEGUCHI · EXIT 8
J 2025 · 95 min · OmU · digitalDCP · FSK 12 · R/B: Genki Kawamura · B: Genki Kawamura, Hirase Kentaro · K: Keisuke Imamura · D: Kazunari Ninomiya, Yamato Kôchi, Naru Asanuma, Katone Hanase u. a.

Mi. 09. Dez. 20:00 Uhr| Sa. 12. Dez. 21:15 Uhr
I SAW THE TV GLOW
USA 2024 · 100 min · OV · digitalDCP · FSK 16 · R/B: Jane Schoenbrun · K: Eric Yue D: Justice Smith, Jack Haven, Ian Foreman, Helena Howard, Fred Durst u. a.

So. 27. Dez. 15:00 Uhr
STALKER
UdSSR 1979 · 163 min · 35 mm · DF · FSK 12 · R: Andrej Tarkovskij B: Arkadi und Boris Strugazki, Andrej Tarkovskij · K: Aleksandr Knjaschinski D: Aleksandr Kaydanovskiy, Anatoliy Solonitsyn, Nikolay Grinko, Alisa Freyndlikh u. a.

BLACK BOX – Kino im Filmmuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf
Schulstraße 4
40213 Düsseldorf
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Telefon 0211 8 99 22 32
filmmuseum@duesseldorf.de
www.duesseldorf.de/filmmuseum

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