Virtuose Begegnungen haben sich Isabelle van Keulen und die Deutsche Kammerakademie Neuss zum Auftakt der neuen Spielzeit auf die Fahnen geschrieben. Und so dirigiert die Geigerin, Bratschistin und künstlerische Leiterin der dkn am Samstag, den 10. Oktober, zunächst die neoklassizistische, ebenso spritzige wie schwelgerische Streicherserenade des Briten Lennox Berkeley (1903–1989) aus dem Jahre 1939. Ihr folgt das avancierte Divertimento, das die faszinierende polnische Komponistin Grazyna Bacewicz (1909–1969) vier Jahre vor ihrem Tod geschaffen hat.
Danach stellt sich der Geiger Jacques Forestier gemeinsam mit Isabelle van Keulen in Alfred Schnittkes theatralisch-ironischer Moz-Art à la Haydn vor. Der junge aufstrebende Künstler Jacques Forestier ist Gewinner des berühmten Joseph Joachim Violinwettbewerbs (2024) und studiert aktuell noch am Curtis Institute of Music.
Die »virtuosen Begegnungen« enden mit der großen Sinfonia concertante Es-Dur KV 364 für Violine und Bratsche von Wolfgang Amadeus Mozart, einem tiefgründigen Schlüsselwerk, in dem der damals 23-Jährige auf subtile Weise den unseligen Ausflug nach Paris reflektiert: Während das Instrument des Vaters (die Geige) mit dem Favoriten des Sohnes (der Bratsche) wetteifert, werden wir Zeugen einer grandiosen Synthese aus Doppelkonzert und Symphonie, die die modische Gattung der »konzertanten Sinfonie« weit hinter sich lässt.
VIRTUOSE BEGEGNUNGEN
Werke von Lennox Berkeley, Grazyna Bacewicz, Alfred Schnittke und W. A. Mozart
Termin: 10.10.
Zeughaus Neuss, Markt 42-44, 41460 Neuss
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