
The Chronology of Water
USA, Frankreich, Lettland 2025, Laufzeit: 128 Min., FSK 16
Regie: Kristen Stewart
Darsteller: Imogen Poots, Thora Birch, James Belushi
Mit THE CHRONOLOGY OF WATER legt Kristen Stewart ein bemerkenswertes Regiedebüt vor. Dass sie sich ausgerechnet der radikalen, fragmentarischen Memoiren von Lidia Yuknavitch annimmt, ist ein klares künstlerisches Statement. Der Film erzählt weniger eine einzelne Biografie, sondern transformiert das kollektive Gefühl, wie es ist, in einem weiblichen Körper zu leben.
Lidia wächst mit einem Vater auf, der sie sexuell missbraucht, und einer Mutter, die wegschaut. Halt findet sie im Wasser, im Leistungsschwimmen, später in Exzessen, toxischen Beziehungen und Sucht, bevor sie über das Schreiben langsam eine eigene Stimme entwickelt. Stewart erzählt diese Geschichte nicht chronologisch, sondern in Fragmenten, wie Erinnerungen, die immer wieder auftauchen. Man wird beinahe körperlich hineingezogen.
Obwohl kaum explizite Gewalt zu sehen ist, wirkt der Film brutal in seiner Eindringlichkeit. Es geht weniger um den Missbrauch selbst als um Schmerz, Selbstzerstörung und den langen Weg, eine Sprache dafür zu finden – um Trauma und darum, wie ein kreatives, verkörpertes Leben dennoch möglich sein kann. Imogen Poots spielt mit einer Intensität, die vergessen lässt, dass es nicht ihre eigene Geschichte ist. Für manche mag das teils experimentelle Drama zu stilisiert oder zu viel sein – für mich ist es einer der eindringlichsten Filme der letzten Jahre.
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